Das Banjo

Das Banjo

Das Banjo ist ein Zupfinstrument. Als Resonanzkörper dient ein Fell, das über einen runden Rahmen gespannt ist. Dieses Fell lässt sich über Spannschrauben spannen. Das Banjo verfügt über einen langen Hals mit Bünden, war in seiner Urform jedoch bundlos. Banjos haben vier bis sechs Saiten.
Entwickelt wurde das Banjo von westafrikanischen Sklaven, die in die Neue Welt verschifft wurden. Sie brachten schmale hölzerne Spießlauten vom Typ Ngoni mit. Das am nächsten verwandte afrikanische Musikinstrument ist die runde Kalebassen-Spießlaute Akonting.[1] Die erste Erwähnung eines Banjos stammt aus dem Jahre 1678.
Das viersaitige Banjo wird vor allem in der Jazzmusik eingesetzt. Man unterscheidet
· Plectrum-Banjo, 22 Bünde, gestimmt C-G-h-d, und
· Tenor-Banjo, 17 oder 19 Bünde, gestimmt C-G-d-a.
Speziell in Irland wird das Tenorbanjo in der Stimmung G-d-a-e’ gespielt. Während das Tenorbanjo im Jazz als Rhythmusinstrument eingesetzt wird, indem Akkorde geschlagen werden, kommt es in der irischen Musik vornehmlich als Melodieinstrument zum Einsatz. Die Stimmung G-D-a-e’ entspricht der Stimmung einer Geige, allerdings eine Oktave tiefer. Da die Stimmung tiefer ist als im Jazz, werden stärkere Saiten aufgezogen. Dünnere Saiten hätten einen „mulmigen“ Klang zur Folge.